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Arbeitsweise

BogenschiessenWenn es im zweiten Drittel den Patienten schon deutlich besser geht, arbeiten wir weiter und noch präziser an den Ursachen, bis sich die Betroffenen die bisher versteckten psychischen Zusammenhänge eingestehen können.

Hier passt ein Vergleich mit dem Bogenschießen: Anfangs zielt fast jeder Patient ängstlich ins Aus oder auf die äußeren Ringe, bis er sensibel, konzentriert und sehr geübt ins Zentrum der Scheibe zielen kann. So ist es auch mit seelischen Problemen.

Das Treffen mitten ins Zentrum fühlt sich häufig wie ein sog. Aha-Erlebnis an: Da liegt die Wahrheit! Man sagt auch: Die ehemals verdrängte Wahrheit fällt einem "wie Schuppen von den Augen!". Manche Patienten sind darüber so glücklich, dass sie spontan beschwerdefrei werden, wenn sie diese Hürde so plötzlich genommen haben.

Im letzten Drittel wird darüber diskutiert, wie man Denkstrukturen so beeinflussen und kontrollieren kann, dass sich die Klienten einigermaßen sicher sein können, ihre kleinen und großen Krisen alleine zu meistern. Und hier kommt wieder der rote Faden zur Geltung, siehe Grafik auf der Startseite.

Arbeitsstil und Spezialisierung

Prinzipiell ist keine Spezialisierung nötig, da die Eingrenzung "seelische Störung" schon speziell genug ist. Wo und wie stark sich bei einem/r Patienten/Patientin eine Störung manifestiert, ist weniger bedeutend als herauszufinden, welche seelische Ursache, also welcher unbewusste Konflikt den quälenden Beschwerden zugrundeliegt. Das heißt: Es kommt nicht darauf an, dass ich auf Burnout, Tinnitus, Migräne, Magengeschwüre, Schlafprobleme, Ängste, Panikattacken oder Depressionen "spezialisiert" bin – was ich durchaus bin. Wichtig ist, dass ich mit Ihnen gemeinsam so schnell wie möglich hinter Ihr Symptom schauen kann und die bis dahin verdrängte Ursache Ihrer Beschwerden herausfinde. Dazu wird in der Regel eine ausführliche Anamnese (Lebens- und Krankheitsgeschichte) erarbeitet.

Therapeutische Sitzungen dürfen auch trösten! Die Dauer dieser Phase kann jeder Patient selbst bestimmen. Dennoch bleibt es Aufgabe vieler Einzelsitzungen, auf den wunden Punkt zu kommen, also herauszufinden, warum der/die Betreffende so verletzbar geworden ist.

Wenn allerdings Klagen über seelische Beschwerden nur noch im Getröstetwerden enden, wird ein Klient seine grundlegenden Ängste schwerer erkennen, die die krankheitswertige Störung verursacht haben.